Frau Holle

Frau Holle ist heute als eine Figur im Märchen „Goldmarie und Pechmarie“ der Gebrüder Grimm bekannt. Ihre tiefer gehende Bedeutung als Mutter der Erde und des Lebens ist in Vergessenheit geraten. In der Jungsteinzeit um 10.000 v. u. Z. mit Beginn der Seßhaftwerdung und des Gartenanbaus unserer Vorfahren gibt es Hinweise auf die Verehrung einer Großen Muttergöttin Frau Holle.

Frau Holle waren viele Pflanzen und Tiere geweiht, beispielsweise der Holunderbusch und der Storch. Häufig waren dabei die Göttinnenfarben Weiß, Rot, Schwarz Ausschlag gebend. Die Farben stehen für die drei Aspekte der Göttin als Jungfrau / wilde Jugendliche, Liebesgöttin / reife Mutter und weise Alte. Berge die den Namen Frauenberg tragen werden der Frau Holle zugesprochen sowie Heilkräuter wie der Frauenmantel und der Frauenschuh. Im Mittelhochdeutschen ist die „Frouwe“, die Frau, gleichzusetzen mit „Herrin“ im Gegensatz zu „Wib“, das Weib.