Frau Holle

Frau Holle ist heute als eine Figur im Märchen „Goldmarie und Pechmarie“ der Gebrüder Grimm bekannt. Ihre tiefer gehende Bedeutung als Schöpferin allen Lebens ist in Vergessenheit geraten. In der Jungsteinzeit um 10.000 v. u. Z. mit Beginn der Seßhaftwerdung und des Gartenanbaus unserer Vorfahren gibt es Hinweise auf die Verehrung einer Großen Muttergöttin Frau Holle. Sie war Teil des Glaubenssystems einer matriachalen Gesellschaft, noch bevor die patriachalisch geprägten Kelten und Germanen das Land besiedelten.

Archäologische Details und alte Flurnamen weisen darauf hin, dass beispielsweise das Gipfelplateau des Hohen Meißners bei Kassel in Hessen eine Kultstätte für die Große Muttergöttin Frau Holle in der Jungsteinzeit war.

Frau Holle waren viele Pflanzen und Tiere geweiht, beispielsweise der Holunderbusch und der Storch. Häufig waren dabei die Göttinnenfarben Weiß, Rot, Schwarz Ausschlag gebend. Die Farben stehen für die drei Aspekte der Göttin als Jungfrau / wilde Jugendliche, Liebesgöttin / reife Mutter und weise Alte. Berge die den Namen Frauenberg tragen werden der Frau Holle zugesprochen sowie Heilkräuter wie der Frauenmantel und der Frauenschuh. Im Mittelhochdeutschen ist die „Frouwe“, die Frau, gleichzusetzen mit „Herrin“ im Gegensatz zu „Wib“, das Weib.

Weitere Infos zu Frau Holle und Literaturhinweise gibt es hier.