Waldbaden

Der Wald ist ein geheimnisvoller Ort. Für unsere Vorfahren war der Wald Heiligtum, Orakel und Medizin zugleich. Auf die Spur dieses uralten Waldwissens begiebt sich heute die moderne Wissenschaft. Zahlreichen Studien legen nahe, dass der Aufenthalt im Wald auf uns Menschen eine die Gesundheit fördernde Wirkung hat: Nach zwei Stunden im Wald ist das Immunsystem gestärkt, der Blutdruck gesenkt, die Elastizität der Arterien sowie die Lungenkapazität verbessert und der Streß fällt von unserem Nervensystem und unserer Psyche ab.

Wie wirkt Waldbaden?

Das liegt zu einem Teil an der Waldluft. Sie enthält zu 90% weniger Schadstoffpartikel als die Stadtluft. Vor allem atmen wir im Wald sogenannte Phytonzide und insbesondere Terpene ein, mit denen die Bäume und andere Pflanzen Botschaften über die Luft austauschen. Phytonzide wehren die Fressfeinde der Pflanzen ab und warnen zugleich die Nachbarn vor potenzieller Gefahr. Es gibt tausende flüchtige Wirkstoffe, die Pflanzen zu verschiedenen Zwecken produzieren. Dieser Stoff-Cocktail ist das ätherische Öl des Waldes. Über unseren Geruchssinn und unsere Haut nehmen wir die Waldluftmedizin auf.

Im Wald zu sein ist eine Aromatherapie.

Nachdem das Waldbaden (Shinrin Yoku) seit den 1980er Jahren in Japan als wissenschaftlich anerkannte Gesundheitsvorsorge gilt, wird es auch in Europa immer populärer und hat in Deutschland einen Wellness-Trend ausgelöst.

Warum Waldbaden im Bayerischen Wald?

Wo könnte man besser Waldbaden als im Bayerischen Wald! Hier hat die Liebe zum Wald eine lange Geschichte. Sogar die Menschen nennen sich auf Bairisch „Waidler“ – die im Wald (Bairisch: „Waid“ / „Woid“) leben.

Wir kombinieren das moderne Waldbaden (Shinrin Yoku) mit der urigen Waldsympathie des Bayerischen Waldes. In dem Begriff Waldsympathie steckt die Zuneigung und Verbundenheit, die unsere Vorfahren gegenüber dem Wald empfunden haben. Sie gelangten so zu einer Erlebnis- und Wissenswelt, die heute in Vergessenheit geraten ist. Doch genau dieses Urwissen ist der Schlüssel zu einer lebenswerten Zukunft im Einklang mit der Natur.

Ohne dieses Urwissen sind wir Menschen entwurzelt und finden nicht die dauerhafte Erfüllung im Leben, nach der wir suchen.